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Die Abschaffung
des Sozialtickets in Berlin ist zum Symbol sozialer Kälte in
der Stadt geworden. Die Monatskarte zu rund 20 € wurde abgeschafft
und soll nun zu 32 € wieder eingeführt werden. Durch diese
50 % Preiserhöhung werden einer halben Million Menschen mit
geringem Einkommen die öffentlichen Verkehrsmittel verweigert.
Sie sind wütend über den SPD/PDS-Senat und fühlen
sich verschaukelt.
Für
ALG II - Empfänger ist die neue Monatskarte unerschwinglich.
Sie stehen vor einem unlösbaren Problem. Denn es kann nicht
sein, dass ihnen die Arbeitsmarktreform mehr Mobilität und
Flexibilität abverlangt und ihnen zeitgleich die entsprechenden
Möglichkeiten entzogen werden.
Eine Sozialkarte
über 20 Euro ist kein Ticket welches den Betroffenen hilft
sich zu bewerben, ihre Kinder in die Kitas zu bringen und sich aktiv
am sozialen, kulturellen und politischen Leben in dieser Stadt zu
beteiligen. Diese Preisgestaltung ist der Bankrott einer nachhaltigen
Sozialpolitik, die weder soziale Folgen noch individuelle Risiken
berücksichtigt.
Als Bürger,
Initiativen, Gewerkschaften und Parteien in dieser Stadt appellieren
wir an den Berliner Senat und die Verkehrsbetriebe ein Sozialticket
einzuführen, dass seinen Namen verdient und auch von Menschen
mit geringem Einkommen bezahlt werden kann.
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Offener
Brief für ein bezahlbares Sozialticket, den die gewerkschaftlichen
Erwerbsloseninitiativen nächste Woche versenden werden. Wer
diesen Brief unterstützen möchte, wende sich bitte an
Kai Lindemann:kai.lindemann@dgb.de
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