Regelsatz und Regelbadarf

Im Gegensatz zur früheren Sozialhilfe gibt es bei der Bewilligung von Hartz IV in der Regel keine einmaligen Zuwendungen mehr. Im Regelsatz ist genau festgelegt, wie viel Geld einem Hartz IV Empfänger zusteht. Kinder, Jugendliche, Alleinstehende und Partner bekommen unterschiedliche Regelsätze. Die Berechnung des Regelbedarfs bezieht die Kosten für Unterkunft und Heizung mit ein, wobei diese Kosten auf alle Haushaltsmitglieder umverteilt werden. Das Kindergeld wird dabei voll berücksichtigt und der größte Teil eventueller Einkünfte wird ebenfalls in die Berechnung mit einbezogen. Auch Renten gelten als Einkünfte und sie werden in die Berechnung mit einbezogen. Bestimmte Personengruppen haben einen Anspruch auf Mehrbedarf. Dazu zählen schwangere Frauen, Behinderte und erkrankte Menschen. Bei der Bewilligung von Mehrbedarf hat es allerdings einschneidende Änderungen gegeben, denn Behinderte und Erkrankte bekommen den Mehrbedarf nicht mehr ohne weiteres. Es müssen massive, gesundheitliche Einschränkungen vorliegen, damit Mehrbedarf überhaupt noch gewährt wird. 
Alle arbeitsfähigen Hartz IV Empfänger müssen nachweisen, dass sie sich um Arbeit bemühen. Sie sind verpflichtet, jede ihnen zumutbare Tätigkeit anzunehmen, auch wenn diese im Niedrig-Lohn-Bereich liegt und sie auch künftig ergänzende Leistungen des für sie zuständigen Jobcenters beziehen müssen. Der Hartz IV Regelsatz wird Jahr für Jahr angepasst, wobei diese Anpassung in keinem proportionalen Verhältnis zu den gestiegenen Lebenshaltungskosten steht. So müssen Hartz IV Empfänger zum Beispiel ihre Stromrechnung selbst bezahlen und Anschaffungen wie Waschmaschinen usw. selbst finanzieren. Immer mehr Menschen schaffen es trotz Vollbeschäftigung nicht mehr, sich selbst und ihre Familien zu unterhalten. Somit haben sich diese Arbeitsmarktreformen für die Betroffenen selbst nicht gelohnt. In vielen Kommunen sind Hartz IV Empfänger nicht nur zur Annahme von Tätigkeiten bei Leasing-Firmen, sondern auch zu Bürgerarbeit verpflichtet. Die sehr niedrig entlohnte Bürgerarbeit schafft keine Arbeitsplätze, sondern sie hilft lediglich verschuldeten Kommunen, ihre finanziellen Löcher zu stopfen. Nicht nur Bürgerarbeit, sondern auch die so genannten Ein-Euro-Jobs sind grundsätzlich zumutbar und sie müssen angenommen werden.

Im Jahr 2014 beträgt der Regelsatz beim Bezug von Hartz IV 391 € für Alleinstehende, 353 € je Partner, für andere Erwachsene 313 € und für Kinder und Jugendliche je nach Alter zwischen 229 und 296 €.

Alle Angaben ohne Gewähr! Bitte erkundigen Sie Sich nach aktuellen Regelsätzen bei Ihren zuständigen Amt.