| Wir
haben festgestellt, dass die Webseite des NSAM mit einem Link auf
unsere Homepage verweist. Wir fordern den NSAM hiermit unmissverständlich
auf, diesen Link unverzüglich zu entfernen, da wir mit diesem
rechten Gedankengut nichts zu tun haben.
Es ist schon
anmaßend, unter dem "Deckmantel des Sozialismus"
Hass zu schüren, zur Selbstjustiz aufzurufen und nationalistisches
Gedankengut zu verbreiten.
Übrigens
ist die verschärfte Ausbeutung durch Niedriglohn, Leiharbeit
und sog. 1- Euro-Jobs keine Erfindung der Bundesrepublik. Wie der
Thüringische DGB- Chef in einer Stellungnahme kürzlich
richtig bemerkte stellen diese "Arbeitsgelegenheiten"
eine moderne Form des sogenannten "Reichsarbeitsdienstes"
aus der Zeit des NS-Regimes dar, welcher den deutschen Kapitalisten
Maximalprofite sicherte.
Gleichzeitig
verurteilen wir die Verunglimpfung von Kolleginnen und Kollegen
in dem angehängten Flugblatt und solidarisieren uns mit den
Beschäftigten Vivento (der Auffanggesellschaft der Telecom),
welche nicht Ursache, sondern Leidtragende dieser verfehlten Wirtschaftspolitik
sind.
Die Hartz- Gesetze
und die Agenda 2010 sind mitnichten Antwort auf eine
auf die Bundesrepublik beschränkte Wirtschaftskrise, sondern
Ausdruck einer globalen Krise des international agierenden Kapitals
und des politischen Systems, das es stützt.
Wir treten offen
dafür ein, dass sich die Arbeiter und Arbeiterinnen, die Erwerbslosen,
ehemalige Gastarbeiter und angeworbene Arbeitskräfte, egal
welcher Hautfarbe und Nationalität weltweit gemeinsam gegen
ein in zunehmendem Maße zügelloses Wirken, auch der bundesdeutschen
Konzerne, auf internationalem Parkett zur Wehr setzen.
Wir kämpfen
dafür, dass sich die bundesdeutschen Arbeiter und Arbeiterinnen
nicht gegen ihre Kollegen und Kolleginnen aus Polen, der Türkei,
Südafrika, oder wo auch immer auf dieser Welt gegenseitig ausspielen
lassen.
Unsere Antwort
heißt internationale Solidarität und diese ist auch ein
Garant dafür, dass rassistischer und nationalistischer Volkstümelei,
egal aus welchem Land der Welt, der Nährboden entzogen wird.
Berlin, 30.10.04
Anti-Hartz- Bündnis Berlin
|