.    
Brief der AG Vernetzung an Mitglieder aus dem
linken Gewerkschaftsspektrum

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde,

wir möchten Euch kurz darüber informieren, dass am 20.Oktober, wie geplant, die Gründung eines Berliner Anti-Hartz-Bündnisses gelungen ist. (Im Anhang eine kurze Presseerklärung, u.U. könnt Ihr sie auch weiterleiten.) Über 60 Menschen, vor allem aus diversen sozialen Gruppen Berlins und Einzelpersonen haben sich darüber verständigt, ihre Aktionen und ihr know how zu bündeln, um so vielleicht erfolgreicher die widerspruchfreie Umsetzung der Hartz-Pläne zu stören. Am Ende der Veranstaltung wurden Arbeitsgruppen gebildet und ein nächstes Plenum am 3. November geplant. (Das Protokoll u.a.m. findet Ihr unter www.anti-hartz.de)

Der Erfolg des Treffens wird allerdings nach unserem Eindruck dadurch gemindert, dass nur wenige Vertreter aus dem gewerkschaftlichen, linken Spektrum anwesend waren. Obwohl es zahlreiche Gegenreaktionen in den Gewerkschaften inzwischen gibt! (Dank an Hansi Köbrich für seine Infromationen!) Eben diese Zusammenführung war jedoch ein wichtiges Motiv für die Initiatoren gewesen, ein solches Bündnis anzuregen. Wir wollen daher die Gelegenheit nutzen, noch einmal auf die nötige Zusammenarbeit beider Spektren hinzuweisen. Kein anderes Vorhaben aus jüngster Zeit wie diese Hartz-Pläne scheint uns so geeignet, das allgemeine Interesse von Menschen in und ohne Arbeit zusammenzudenken. Der Sozialabbau richtet sich ja gegen beide Gruppen gleichermaßen.

Weil dieses Manko der Veranstaltung wohl auch anderen Teilnehmer/innen "aufgestoßen" ist, hat sich im Rahmen der Gründung verschiedener Arbeitsgruppen auch eine AG "Bündnisse und Vernetzungen" gebildet (Im Anhang findet ihr ein paar Sätze Selbstverständnis dieser AG). Hier soll u.a. auch in das linke Gewerkschaftsspektrum gewirkt werden, d.h., Informationen über Aktivitäten dort dem jeweils anderen Spektrum bekannt gegeben werden oder gemeinsame Aktionen angeregt werden.

Eine weitere Idee war die, eine größere Veranstaltung zu organisieren, in der sich das linke Gewerkschaftsspektrum und die Vertreter sozialer Gruppen mit den Befürwortern einer Hartz-Umsetzung und in dieser Situation auch scharf zurückzuweisenden Gewerkschaftsvertretern auseinandersetzen können. Die AG "Bündnisse und Vernetzungen" trifft sich am Mittwoch, 30.10., um 17Uhr im HDM (Kneipe, mit Umzugsoption!), um diese Vernetzung bzw. eine solche Veranstaltung zu bereden.

Wir möchten Euch bitten, zu überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, wenn Ihr oder andere Kolleg/innen Eures Gewerkschaftszusammenhanges, sich in diesen Bündniszusammenhang einbringen würden, etwa zum nächsten Plenum kommen würdet oder an der genannten AG mitwirken könntet. Erfreulicherweise hat Bodo Zeuner sein Interesse und seine Mitarbeit bereits signalisiert. Wir glauben, dass eine zu bildende Phalanx gegen die Zumutungen der Hartz-Vorschläge, eine Bündelung von innerhalb- und außerhalb von Gewerkschaften arbeitenden Kritikern, eine ziemliche Kraft hier in Berlin darstellen würde, die einfach nicht mehr zu ignorieren wäre.

In diesem Sinne

Renate Hürtgen, Gerald Wolf, u.a.m

Den Kolleg/innen von der Spandauer Vertreter/innen-Versammlung wünschen wir viel Erfolg!! Uns fehlen einige mail-Adressen, etwa die von Konstanze Lindemann und Markus. Könntet Ihr, bitte, an diese und andere den Brief weiterreichen? Danke!

zum Seitenanfang

 

zur Startseite >>
organisatorisches:
Wir über uns
Arbeitsgruppen
Aktionen / Termine
  Kontakt
  Archiv
  Verbündete
thematisch:
• Arbeitszwang
Leiharbeit
• Armut / Reichtum
Prekarität
theoretisch einordnend
• Arbeitsmarkt- / Sozialpolitik
  Materialien
  Kommentare
Gegenöffentlichkeit / Protest
soziale Gruppen:
Professionelle
Erwerbslose
Sozialhilfebeziehende
• geringfügig Beschäftigte
abhängig Beschäftigte
• BAFöG-Beziehende
• Kindergeldbeziehende
   
  zur Startseite >>