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Unter dem Deckmantel,
die Vorschläge der Hartz-Kommission umzusetzen, fegen gerade
ohne Diskussion mit den Betroffenen Blitz-Gesetze durch den Bundestag.
Diese Gesetze haben gravierende
Folgen für alle Erwerbslosen, ob sie nun Arbeitslosengeld oder
Arbeitslosenhilfe beziehen:
· Kürzungen bei Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe
und Unterhaltsgeld
· Verschlechterungen bei der Zumutbarkeit von Vermittlungsangeboten
(Leiharbeit, Minijobs und haushaltsnahe Dienstleistungen)
· Verschärfung der Sperrzeitregelung
Insbesondere verstärken
die geplanten Gesetze die schon vorhandene Benach-teiligung von
Frauen auf dem Arbeitsmarkt.
Durch die Ausweitung
der Leiharbeit, Legalisierung der Scheinselbständigkeit, Abschaffung
der Arbeitslosenhilfe werden keine Arbeitsplätze geschaffen,
sondern tarifliche Normalarbeitsverhältnisse vernichtet. Die
Erhöhung des finanziellen Drucks auf die Betroffenen löst
kein arbeitsmarktpolitisches Problem, sondern schafft neue Probleme
der Ausgrenzung und Demütigung von Arbeitslosen und vertieft
die gesellschaftliche Spaltung aufgrund der negativen Auswirkungen
auf die Beschäftigungs- und Entlohnungsbedingungen der Beschäftigten.
Deshalb rufen wir auf
zu einer
Protestkundgebung
Freitag, den 15. November 2002, um 10:00 Uhr
vor dem Reichstag (Südflügel, Scheidemannstraße)
Es sprechen
Volker Fiebig (ver.di, Landesbezirk Berlin-Brandenburg)
Marion Drögsler (Arbeitslosenverband Deutschland e.V., Landesverband
Berlin)
Dr. Christine Fuchsloch (Deutscher Juristinnenbund e.V.)
Musikalisches Begleitprogramm:
Gerald Wolf vom Anti-Hartz-Bündnis, u.a.
V.i.S.d.P.: Heidi Jockel, DGB Region Berlin, Keithstr. 1/3, 10787
Berlin, Tel.: 212 40 211
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