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Bezirkserwerbslosenausschusses Berlin Verlang: Keine Kürzungen über Hartz hinaus
Die Delegierten der Berliner Bezirkskonferenz fordern den Bezirksvorstand, den Landesbezirksvorstand BerlinBrandenburg sowie den Gewerkschaftsrat der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft auf, alle Anstrengungen gegenüber der Bundesregierung, dem Parlament und den politischen Parteien zu unternehmen, damit die jüngst bekannt gewordenen Verschlechterungen der staatlichen Unterstützungen für Erwerbslose nicht Gesetz werden und die Planung von weiteren Leistungskürzungen unterbleibt.Insbesondere: 1. Die gesetzlichen Anrechnungsvorschriften z. B. für den Verdienst von Ehepartnern oder von Vermögen auf die Arbeitslosenhilfe dürfen nicht erneut verschärft werden.Die aktuellen Regierungspläne bewirken, dass etwa 30 % der Bezieher künftig keine Arbeitslosenhilfe mehr bekommen würden.2. Das Arbeitslosengeld für Erwerbslose mit Kindern darf nicht von 67 % auf 60 % des letzten Nettolohnes gekürzt werden. Die vorgesehene Ersatzzahlung von 35, € je Kind ist völlig ungenügend und deshalb unakzeptabel.Schon die bloße SchülerMonatskarte für die Tarifzone AB kostet 23, €, für die Tarifzone ABC bis zu 52, €. 3. Erwerbslose, die sich weiterbilden, dürfen keine Verschlechterung bei der Bezugsdauer ihres Arbeitslosengeldes oder bei der Höhe ihrer Arbeitslosenhilfe während der Weiterbildungszeit erfahren.4. Wir verlangen, dass ver.di auf allen Ebenen konsequent die Interessen der Beschäftigten und Erwerbslosen vertritt.Begründung: Anlässlich Koalitionsverhandlungen wurden Pläne bekannt, die weit über das hinausgehen, was das HartzPapier für Erwerbslose vorsah. Kürzungen des Arbeitslosengeldes oder der Arbeitslosenhilfe sind in der HartzKommission nicht vereinbart worden. Sie gehen auf politische Initiativen nach dem Wahltag hervor. Die Dringlichkeit für die thematisierten Sachverhalte ist somit gegeben. Wer eine effektivere Vermittlung von Erwerbslosen als politisches Ziel der Arbeitsmarktreform vorgibt, aber dann konkrete Maßnahmen zum Sozialabbau zu Lasten der Erwerbslosen in Gesetzentwürfe einbringt, erhält keine Unterstützung durch die im Landesbezirksvorstand BerlinBrandenburg und im ver.diGewerkschaftsrat tätigen Mitglieder, die den ver.diBezirkBerlin vertreten.Umfang und Ausmaß der vorgesehenen Leistungskürzungen für Erwerbslose gebieten darüber hinaus eine entschiedene gewerkschaftliche Zurückweisung. Durch sie wird die Zahl der Erwerbslosen, die mit ihren Angehörigen in Armut und Not leben, erheblich ausgedehnt. Aber die Schaffung von zusätzlichen, existenzsichernden Arbeitsplätzen, die diesen Menschen soziale Sicherheit und eine Perspektive bieten könnten, ist in noch weitere Ferne gerückt.
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