ACHTUNG
!
Müßiggangster, Faulenzer, Arbeitsscheue
Laut Hartzkommission sollen Arbeitsfähige, die ihrer Mitwirkungspflicht
nicht nachkommen, also u.a. die Arbeitsangebote der Ämter nicht
annehmen, zukünf-tig kein Geld mehr erhalten. Sozialgeld (entspricht
der heutigen Sozialhilfe) bekommen nur noch Erwerbsunfähige.
Arbeitslosengeld I oder II werden bei Arbeitsverweigerung gestrichen.
Damit erfüllen sich die Slogan: "Wer nicht arbeitet, soll
auch nicht essen." und "Es gibt kein Recht auf Faulheit."
Es wird dann heißen, auch jene Erwerbslose seien arbeitsscheu,
die die Verschärfung der Zumutbarkeit nicht akzeptieren:
- die sich nach 6 Monaten Erwerbslosigkeit nicht bundesweit vermitteln
lassen wollen, z.B. wegen der vorhandenen sozialen Kontakte
- die nach 6 Monaten nicht zum Arbeitslosengeld arbeiten wollen, z.B.
weil bei erneuter Erwerbslosigkeit die Leistungsansprüche noch
geringer sind
- die sich nicht in PSA`s als LeiharbeiterInnen einsetzen lassen wollen,
- die aufgrund ihrer Qualifikation keine Tätigkeiten wie Putzen,
Hauswirt-schaft, Laubsammeln ausüben wollen.
Der Druck wird steigen, irgendwelche miesen Jobs annehmen zu müssen.
Viele werden trotz Arbeit arm sein. Normalarbeitsverhältnisse
werden durch Leih-arbeit, Scheinselbständigkeit und andere prekäre
Jobs ersetzt. Die Standards der Arbeitswelt werden sinken, Sozialleistungen
nur noch an anspruchslose Arbeitswillige, LeiharbeiterInnen oder Erwerbsunfähige
vergeben.
Auch Krankmachen wird nicht einfach sein, denn der ärztliche
Dienst des Jobcenters wird genau überprüfen, ob jemand erwerbsfähig
oder -unfähig ist.
Wer den Belastungen des Arbeitsmarktes nicht gewachsen ist, aber erwerbsfähig
ist, wird durch den Staat entmündigt, um überhaupt staatliche
Leistungen erhalten zu dürfen. FallmanagerInnen und Betreuungseinrichtungen
bearbeiten ihre BetreuungskundInnen mit Vermittlungshemnissen. Mit
dem Profiling und der Chipkarte wird der Erwerbslose zum gläsernen
Menschen. Und Clement übertrifft Hartz noch. Nach der Wahl redet
der neue "Superminister" von einer "erheblichen Reduzierung"
bei Leistungen für Erwerbslose...Stoppt Clement !!!
WEHRT EUCH !
Beteiligt Euch am "Berliner
Bündnis: für soziale Grundrechte - Stoppt die Hartzpläne"
!
Es trifft sich alle 14 Tage, das nächste Mal am 3.11. 2002
um 17 Uhr im Robert- Havemann- Saal des Hauses der Demokratie und
Menschenrechte, Greifswalder Str.4, 10405 Berlin.
Weitere Infos: www.anti-hartz.de
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