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ver.di Bezirkskonferenz Berlin gegen Hartz-Pläne
Antrag der Bezirksfachbereichskonferenz Handel Berlin
Die Vorschläge der Hartzkommission werden abgelehnt. Sie sind ungeeignet u.a. das Problem der Arbeitslosigkeit zu lösen. Vielmehr besteht die Gefahr, dass durch diese Vorschläge der Niedriglohnsektor ausgebaut und die Leiharbeit, insbesondere im Handel großflächig eingeführt wird. Die Vertreter unserer Gewerkschaft ver.di in der Kommission werden aufgefordert, diesen Vorschlägen nicht zuzustimmen, auch nicht im Sinne "vorauseilender Wahlhilfe" gegenüber den derzeitigen Regierungsparteien SPD und Bündnis 90/Die Grünen.Begründung: Unabhängig von einzelnen sogenannten "innovativen Ansätzen" in den Vorschlägen der Hartzkommission, sind diese insgesamt ungeeignet, dem Problem Arbeitslosigkeit gerecht zu werden. Es gibt keine Analyse der Ursachen der Arbeitslosigkeit. Die gesellschaftlichen Ursachen werden nicht benannt. Es wird weitestgehend unterstellt, die Arbeitslosen wären selbst Schuld an ihrer Lage und Situation. Stichwort: "Faulenzer- und Sozialschmarotzer-Debatte" . Eine solche Unterstellung ist beleidigend für Millionen Betroffene und lässt die tatsächlichen gesellschaftlichen Gründe außen vor.Es werden keine Vorschläge unterbreitet, wie und wo neue Arbeitsplätze entstehen sollen. Mit einigen Anglizismen im Text wird Neues vorgegaukelt. Substanz ist nicht erkennbar. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland leidet nicht unter einem "Vermittlungsproblem". Es wird zuwenig in Arbeitsplätze investiert. Den ca. 280 000 Arbeitslosen in Berlin z.B. stehen ganze 10 000 offene Stellen gegenüber. Diese Diskrepanz ist das Problem. Möglicherweise werden Vollzeit- und Dauerarbeitsplätze künftig noch schneller abgebaut.
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