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BESCHÄFTIGUNG UND
QUALIFIZIERUNG ERHALTEN!
Pressemitteilung vom
05.03.2003, 10:56 Uhr
Die Senatsverwaltung
für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:
Zu den Kürzungen
im Haushalt der Bundesanstalt für Arbeit und der neuen Bewilligungspolitik
der Arbeitsämter bei Qualifizierungsmaßnahmen erklärt
der Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und
Frauen Harald Wolf:
"Die Bundesanstalt
für Arbeit soll nach dem Willen der Bundesregierung trotz deutlich
gestiegener Arbeitslosigkeit dieses Jahr ohne Bundeszuschuss auskommen
und gleichzeitig die Hartz-Reformen finanzieren. Diese Milchmädchenrechnung
kann nicht aufgehen. Die ersten Folgen der rigiden Streichpolitik,
vor denen ich bereits im vergangenen Jahr gewarnt habe, sind jetzt
in Berlin zu spüren. Die Verkürzung der ABM-Laufzeiten
und die Zulassung beruflicher Qualifizierungsmaßnahmen nur
unter der Maßgabe, dass 70 Prozent der Teilnehmerinnen und
Teilnehmer danach eine Beschäftigung finden, sind unter den
Bedingungen des Berliner Arbeitsmarktes unrealistisch. Sie treffen
die schwächsten Glieder der Kette, die Arbeitslosen, und bedrohen
sinnvolle Strukturen der Beschäftigungs- und Qualifizierungsträger
in Berlin. Die Kürzungen widersprechen auch den eigenen Zielen
der Bundesanstalt für Arbeit:
- Wenn Arbeitslose aktiviert
werden sollen, müssen sie weiter qualifiziert werden, um sie
für die Anforderungen des Arbeitsmarkts fit zu machen.
- Wenn der Arbeitsmarkt
in Regionen mit hohem Arbeitsplatzdefizit entlastet werden soll,
dürfen die Mittel für Qualifizierung und Beschäftigung
in Ostdeutschland nicht so abrupt und so stark gekürzt werden,
wie es derzeit geschieht.
Die vorgesehenen Kürzungen
bei ABM und Qualifizierung sind angesichts der Massenarbeitslosigkeit
verheerend und müssen zurückgenommen werden. Für
diese Forderung an den Präsidenten der Bundesanstalt für
Arbeit, Florian Gerster und Bundesarbeitsminister Wolfgang Clement
werde ich unter meinen ostdeutschen Ministerkollegen werben. Die
Vertreterinnen und Vertreter des Senats in den Verwaltungsräten
der Arbeitsämter, des Landesarbeitsamtes und der Bundesanstalt
für Arbeit werden darauf dringen, dass die Kürzungen nicht
wie geplant realisiert werden. Wir werden jeden Spielraum, den wir
haben, zugunsten der Arbeitslosen nutzen."
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