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Zur Auseinandersetzung
im Berliner Anti-Hartz-Bündnis hat Gerhard seine Stellungnahme
zum Thema "Arbeitszwang" jetzt beim letzten Plenum schriftlich
vorgelegt. Diese Stellungnahme ist sehr interessant, sie enthält
viele wichtige und richtige Punkte und weist zurecht demagogische
Anwürfe zurück, wie sie im Beitrag mit der Überschrift
"Diskussion zum Arbeitszwang" losgelassen werden.
Man kann das Thema "Arbeitszwang" nicht losgelöst
von der internationalen Ausbeutung behandeln - wie dies im Thesenpapier
der sog. Theorie AG des Bündnis geschieht - und auch nicht
losgelöst von dem Kampf zur Befreiung von der Ausbeutung.
Die Stellungnahmen von Gerhard empfehlen ich zu lesen. Gleichzeitig
möchten ich aber daran einen nicht unwichtig Punkt kritisieren.
Wenn er schreibt:
"Ich hatte in der Diskussion gesagt, daß allgemeiner
Arbeitszwang eher ein Merkmal klassenloser (bzw. danach strebender)
Gesellschaften ist.", so ist das nicht richtig, denn gerade
die klassenlose Gesellschaft, in der die Ausbeutung beseitigt ist
und alle Klassen aufgehoben
sind, sollte keinen Arbeitszwang mehr kennen. Hier ist die Arbeit
befreit, jedenfalls vom gesellschaftlichen Zwang und ist zum Bedürfnis
des Menschen geworden.
Die Existenz eines Arbeitszwang ist gerade typisch für eine
Klassengesellschaft und wenn dies in einer sozialistischen Gesellschaft
auch erst einmal ein "allgemeiner" geworden sein sollte,
so bleibt es ein Ausdruck davon, daß doch noch Klassengegensätze
existieren.
Aber auch im Sozialismus ist nicht "Arbeitszwang" das
Wesentliche, denn die Arbeiterklasse, das Proletariat braucht in
seinem Kampf zur Befreiung von der Ausbeutung sowie nach dem Sturz
der Ausbeuterherrschaft doch keinen Arbeitszwang gegen sich selbst
und seine Verbündeten, sondern entwickelt
in dieser ganzen Auseinandersetzung bereits die freie Assoziation
für die spätere kommunistische Gesellschaft.
Klaus Du.,GNE,
2.2.03
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