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Zur Forderung nach "Existenzgeld"
Zur Forderung nach "Existenzgeld" wie sie jetzt unter Punkt 7. vorgebracht wird habe ich bereits meine Kritik auf dem letzten Plenum am 31.8. vorgebracht, weiter schriftliche Ausführungen zur Kritik habe ich noch vor. Hier möchte ich nur soviel festhalten: so wie die Forderung hier vorgebracht wird widerspricht sie dem was in der Gründungserklärung des Bündnis im Nov.02 gemeinsam verabschiedet wurde.
Mit recht haben wir damals festgehalten: "Wir meinen: jedem und jeder steht ein Recht auf Existenzsicherung in Würde zu, ob er/sie Lohnarbeit hat, oder nicht."

Jetzt soll aber hier ein Existenzgeld gefordert werden das keinerlei Verpflichtungen für Bezieher hat. Und es wird auch nicht weiter differenziert. Das kann es nicht sein, da hätte jeder Zuhälter noch ein Recht auf dieses Geld. Es heißt:
"Ein Existenzgeld soll an alle Personen, die ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland haben, ausgezahlt werden, unabhängig von Alter, Geschlecht und Nationalität. Die Höhe dieses Existenzgeldes soll circa 900 Euro plus eine angemessene Miete beinhalten. Arbeitszwang, Unterhaltspflicht und Bedürftigkeitsprüfungen entfallen. Alle bisherigen sozialen Transferleistungen wie Sozialhilfe, BaföG, Arbeitslosenhilfe etc. werden durch das Existenzgeld ersetzt. Renten, Pensionen und das Arbeitslosengeld werden als Einkommen gewertet. "

Dann, wo abgehandelt wird wie das Existenzgeld finanziert wird, soll auch noch eine Existenzgeldabgabe von 50% des Nettolohns eingeführt werden. Es heißt:
"die zukünftige zweckgebundene Existenzgeldabgabe von 50% des Nettoeinkommens (take half) "

"Nimm die Hälfte" vom Rest des Lohn weg soll das heißen. Reicht es nicht das der Staat den Leuten schon mehr als genug vom Lohn abzieht?!

Danach folgt:
"Löhne und Gehälter sollten nicht unterhalb des Existenzgeldes angesiedelt werden. Der Mindeststundenlohn sollte zehn Euro betragen."

Danke, das ist deutlich, daß es hier um eine Lohnsenkung bei den Löhnen und Gehältern der Arbeiter und Angestellten geht.

Nicht mit einem Wort wird das kapitalistische System oder die internationale Ausbeutung auch nur angetastet. Aber der "Reichtum", der soll verteilt werden. Und das soll gerecht sein? Nein danke, wir haben schon genug gegen Ausbeuter anzukämpfen, da brauchen wir nicht noch solche Schichten zu füttern.

Im übrigen unterstütze ich die Kritik von Petra K. an "Existenzgeld und Mindeslohn".

Klaus D., GNE, Sept.03

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