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Anti-Hartz-Bündnis; interne inhaltliche Diskussion

Im Anti-Hartz-B. haben sich unterschiedliche Gruppen und Einzelpersonen zusammengeschlossen,
die sich einig sind in der Ablehnung der Hartz-Vorschläge und der daraus hervorgehenden gesetzlichen Neuerungen,
die aber im einzelnen unterschiedliche inhaltliche Positionen (Meinungen, Standpunkte) vertreten.

Eine interne inhaltliche Diskussion soll dazu beitragen, dass diese unterschiedlichen Positionen den TeilnehmerInnen des Anti-Hartz-Bündnisses transparenter werden.

Ziele einer solchen Diskussion:
- Befriedigung von Neugier
- die Möglichkeit etwas dazuzulernen
- Kenntnis der Positionen, um für das Bündnis "breiter werben" zu können (welche "Meinungsvielfalt" macht das Bündnis interessanter, ist für eine erfolgreiche Außendarstellung hilfreich; welche Meinungsunterschiede sind als "Zerstrittenheit" eher weniger hilfreich)
- Ziel ist NICHT, die Gründungserklärung in Frage zu stellen und einen neuen Konsens herbeizuführen (jedenfalls nicht kurzfristig).

Vorgehen:
- die Positionen sammeln; sich darüber im klaren sein, dass im Bündnis nicht alles restlos dargestellt und besprochen werden kann, sondern nur die Knackpunkte.
- klären, welche Fraktionen mit welchen anderen Fraktionen welche speziellen Schwierigkeiten haben
- sich darauf verständigen, welche Positionen problemlos nebeneinander bestehen können
- einschätzen, bei welchen Meinungsunterschieden ein Klärungs- und Verständigungsprozess unerlässlich, sinnvoll, allgemein erwünscht, ist.
- sagen, welche Gruppen/ Positionen im Bündnis bisher fehlen, obwohl es gut wäre, wenn sie auch dabei wären (z.B. MigrantInnen mit ihren speziellen besonders krassen, zum Teil lebensbedrohlichen Problemen; vielleicht aber auch wohlsituierte HedonistInnen, die die Vermehrung von Repression hinsichtlich Arbeit aus anderen, z.B. weltanschaulichen Gründen ablehnen)

Positionen klären anhand welcher Leitfragen:
- was ist eigentlich das Haupt-Problem mit Hartz & Folgen?
- Einschätzung der gesellschaftlichen/ ökonomischen Ursachen
- Vorstellungen über Auswege, Lösungen, Ziele

An welchen konkreten Fragen, Punkten lassen sich die Meinungsunterschiede festmachen:
- wollen wir für Arbeitsplätze (herkömmlicher oder irgendwie neuer Art) kämpfen? Bedeutung der tariflichen Sicherungen
- welchen Stellenwert hat die Idee der Gerechtigkeit bei der Entlohnung
- was halten wir von Wettbewerb und Markt, von der neuen Leitfigur des Arbeitskraftunternehmers/ -unternehmerin, von Flexibilität
- Existenzsicherung: soll sie an eine Gegenleistung, insbesondere an Arbeit, gekoppelt bleiben, oder soll sie mittels eines Grundeinkommens/ Existenzgeldes davon entkoppelt werden
- Arbeitszwang: Hartz-Pläne als autoritäres Arbeitserzwingungsprojekt kritisieren, oder: Zwang zur Arbeit die falsche Problemstellung, oder: Arbeitszwang als Lohn-Abhängigkeit kann im Kapitalismus nicht abgeschafft oder aufgehoben werden

weitere Themen:
Soll die Wirtschaft "wachsen", was kann "im" Kapitalismus verbessert werden und was nicht, wie halten wir es mit dem Staat, wie mit Macht ("Gestaltung"), was halten wir von der Ermunterung zu "mehr Eigenverantwortung", ... ?

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